Gilt auch für B2B: No branding, no standing.

B2B Unternehmen glauben oft, nach eigenen Regeln spielen zu können / zu müssen.
Ist das so? 
Ein paar Überlegungen zur Markenführung:

1. Marke bedeutet Identifikation der Mitarbeiter.
Der alte Patriarch, der „heuert und feuert“, gehört in die Mottenkiste. Alter Schnee, aber nicht von gestern: „Das Team ist mehr als sie Summe der Mitarbeiter“. Identifikation ist ein Schlüssel zum Erfolg.

2. Emotion ist King.
Ist nicht aus der Luft gegriffen sondern erwiesen: Sage und schreibe 95% Anteil an einer Entscheidung (an JEDER Entscheidung!) haben Emotionen.

3. Kommunikation ist ein Dauerzustand.
Nicht immer aber immer öfter – sollten Kunden und solche die es werden könnten mit der Marke in Kontakt kommen. Das muss kein hochfrequentes und aufdringliches Auf-die-Pelle-rücken sein. Immer mal wieder sichtbar und spürbar sein ist das Ziel. Am besten gut gestaltet und wiedererkennbar und bei passenden Gelegenheiten.

4. Wünsche von den Lippen ablesen.
Wer braucht was? Dem Kunden die „Qual der Wahl“ überlassen in den Untiefen eines umfassenden Produkt- und Leistungsportfolios („Hier haben Sie schon mal unseren Gesamtkatalog“) führt in den Frust. Auch im Marketing gilt: „Die Dosis macht das Gift.“ Seien Sie nicht instinktlos. Haben Sie den richtigen Riecher für das, was Ihre Kunden wirklich brauchen. Und lassen Sie alles andere weg, wenn auch nur vorerst.

5. Das Warum zuerst.
Machen Kleider wirklich Leute? Wenn überhaupt, dann nur auf den ersten Blick. Gut aussehen ist eine Sache – glaubwürdig sein ist mehr. Zuerst kommt der Kern: die Idee, der Glaube, die Überzeugung. Um sie zu vermitteln, braucht es dann aber schon ein Gesicht und ein schlüssiges Erscheinungsbild. 

6. Marken lieben Einigkeit.
Abteilungsdenken, Herrschaftswissen, & Co: starre Hierarchien und eine Unternehmensstruktur nach Zuständigkeiten kommt der Ordnungswut entgegen, ist aber ein Bremsklotz und lähmt den Vorwärtsdrang einer jeden Organisation. Und der Kunde erlebt Widersprüche. Schlecht für die Markenbildung.

7. Vorausschauend fahren.
Was wäre wenn … Kodak die von einem jungen Mitarbeiter erfundene Digitalfotografie nicht in die Schublade gesteckt hätte, Nokia sich nicht dem Smartphone widersetzt hätte, die deutsche Autoindustrie nicht das Unausweichliche verschlafen würde? Muss man gar nicht erst beantworten, diese Frage, weil sie „eigentlich“ keine ist.